Dienstag, 30. September 2008

G wie Graffiti (8)

Granada

Montag, 29. September 2008

Straßenkünstler (24)

Sonntag, 28. September 2008

USA '08: Farmers Market







... in Seattle/ Washington

Samstag, 27. September 2008

USA '08: No more war

Seattle/ Washington

Freitag, 26. September 2008

USA '08: Die Erleuchtung

In der Nähe des Mount Rushmore, South Dakota.

Donnerstag, 25. September 2008

USA '08: Der Trapper


Ein interessanter Mensch, der Museumswärter in Fort Benton, Montana. Er schmiss in California ein erfolgreiches Leben hin, um den Westen zu erforschern, zu erleben und zu erklären. Seine Kleidung fertigt er selbst von Hand, wie vor 150 Jahren.

Mittwoch, 24. September 2008

USA '08: Babel

Seattle/ Washington

Dienstag, 23. September 2008

USA '08: Once upon a time


Portland/ Oregon

Montag, 22. September 2008

Welt der Arbeit (4)

Der LKW-Fahrer

Sonntag, 21. September 2008

USA '08: Patriotismus auf Rädern



Samstag, 20. September 2008

Welt der Arbeit (3)







Türme für Windgeneratoren/ Martifer in Oliveira de Frades/ Portugal.

Freitag, 19. September 2008

USA '08: Na dann, Prost!

Odessa/ Washington

Donnerstag, 18. September 2008

Welt der Arbeit (2)


In der Produktion für Solarmodule bei Martifer in Oliveira de Frades in Portugal.

Mittwoch, 17. September 2008

USA '08: Symbolträchtiger Kampf

Wer sind die Gründerväter diesen großen Landes, das heute USA heißt? Das weiß doch jedes Kind. Es sind die vier in Mount Rushmore in South Dakota in Stein gemeiselten Präsidenten: George Washington (1732–1799), Thomas Jefferson (1743–1826), Theodore Roosevelt (1858–1919), and Abraham Lincoln (1809–1865). Jeder war für die amerikanische Geschichte ein ganz Großer seiner Zeit.

Doch längst nicht alle sind mit dieser Geschichtsschreibung einverstanden. Unter anderem die Sioux, die einst die Gegend um Mount Rushmore, die Black Hills, beherrschten. Einer ihrer großen Männer ist Crazy Horse (1839-1877), der Kriegerhäuptling, der mit dabei war, als General Cluster mit seiner 7. Kavallerie am Littel Big Horn unterging.  Dies war die bis dahin schlimmste Niederlage der US-Armee in den „Great Plains“.

Seit 1948 entsteht unweit von Mount Rushmore ein riesiges Felsendenkmal in seinem Gedenken. Bisher ist allerdings nur das Gesicht des überdimensionalen Reiterdenkmals fertiggestellt.


Montag, 15. September 2008

USA '08: Kriegsalltag

Eureka, California.

Sonntag, 14. September 2008

USA '08: Pershing


Was haben wir gegen den Nato-Doppelbeschluss angeschrieen. Wir wollten um jeden Preis verhindern, dass Pershing-II-Raketen in unserem Land aufgestellt werden. Was hier zu Lande für Proteste sorgte, ist in den USA ein Teil der Identität. In Cheyenne, Wyoming, auf einem der größten US-Airbases stehen ausgediente Raketen als Denkmal. Der Gewinner des Kalten Krieges setzt sich in Szene. Der Luftwaffenstütztpunkt liegt natürlich am Pershing-Boulevard.

Samstag, 13. September 2008

USA '08: Going to work

Fort Benton, Montana
Das Auto eines Fensterputzers. Vor was hat er Angst? Vor der Konkurrenz? Vor seinem Chef? Vor dem Hund des Kunden?

Freitag, 12. September 2008

USA '08: Job wanted?

Berkeley, California.

Call (uncle) Sam.

Donnerstag, 11. September 2008

USA '08: I'm an American...

Deadwood, South Dakota.

... and I'm proud of it.

Mittwoch, 10. September 2008

USA '08: "Hope" im Vorgarten

Fort Benton, Montana

Dienstag, 9. September 2008

USA '08: Good Old Boys

Deadwood, South Dakota

Montag, 8. September 2008

Unruhen im Badeort


Es ist vorbei mit der Urlaubsruhe. Im südspanische Mittelmeerort Roquetas de Mar brennen seit zwei Nächten die Barrikaden. Der Stadtteil "200 Viviendas" ("200 Wohnungen") – ein sozialer Brennpunkt – kommt nicht zur Ruhe, seit am Samstagabend der 28-jährige Senegalese Osman K. von einem Drogendealer, der unter dem Spitznamen "El Gitano" ("Der Zigeuner") bekannt ist, erstochen wurde. Der Immigrant, der seit drei Jahren mit seiner Familie in Roquetas de Mar lebt und in der Landwirtschaft arbeitete, hatte versucht einen Streit zwischen Landsleuten und "El Gitano" zu schlichten, als dieser ein Messer zog und zu stach. Osman K. wurde im Brustbereich getroffen und verstarb kurz darauf. Beim Streit ging es, so die Polizei, um Drogen.

Noch bevor die Polizei eintraf versammelten sich Dutzende von Schwarzafrikaner. Sie errichteten Barrikaden an den Zufahrten zum Stadtteil, bewarfen die Polizeifahrzeuge mit Steinen und Flaschen und steckten zwei Häuser in Brand. Auch die anrückende Löschfahrzeuge wurden mit Steinen in Empfang genommen. Zwei Feuerwehrfahrzeuge wurden dabei schwer beschädigt.

In einem der in Brand gesteckten Häuser lebte der mutmaßliche Täter, der sich mittlerweile auf der Flucht befindet. Das andere Haus gehört einem Familienangehörigen von "El Gitano". Beide Adressen seien – so die Anwohner gegenüber der örtlichen Presse - in Roquetas de Mar als Anlaufstelle für Drogen bekannt.

Auch die nach Mitternacht angerückten Sondereinsatzkommandos der Guardia Civil, bekamen die Lage trotz eines Hubschraubers, der sie aus der Luft dirigierte, nur schwer in den Griff. In der Nacht zum Montag wiederholten sich die Bilder. Einmal mehr errichteten die Schwarzafrikaner Barrikaden. Mehrere Polizeibeamte wurden verletzt, vier Schwarzafrikaner festgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, das sich die sozialen Spannungen in der Provinz von Almería gewalttätig entladen. Bereits im Jahr 2000 machte das nur 25 Kilometer von Roquetas de Mar entfernt liegende El Ejido Schlagzeilen. Der Ort geriet eine Woche lang außer Kontrolle, nachdem ein marokkanischer Immigrant eine spanische Frau ermordete hatte. Die Einheimischen machten Jagd auf Immigranten.

Dieses Mal handle es sich um keine "rassistische Ausschreitungen", erklärt Almeria Acoge, eine NGO, die Immigranten ohne Papiere unterstützt. Die Ursache für die Ausschreitungen sei vielmehr "die schwierige Situation im Stadtteil selbst", erklärt der Sprecher von Almería Acoge Juna José Castillo. "Jetzt ist das ganze einfach explodiert."

Der Stadtteil "200 Viviendas" ist kein Einzelfall. In vielen spanischen Städten teilen sich mittlerweile spanische Gitanos und Immigranten die sozial schwachen Stadtteile. Wer keine Papiere hat findet nur schwer Arbeit. Vielen Immigranten betätigen sich deshlb als fliegende Händler für Kleidung und andere Produkte. Auch der Drogenhandel gerät immer mehr in die Hände von Immigranten ohne Aufenthaltserlaubnis. In beiden Aktivitäten sind von jeher die Gitanos überproportional vertreten. In den sozialen Brennpunkten findet ein Verdrängungskampf statt.

Alleine 2007 kamen trotz sich verschärfender Wirtschaftskrise knapp eine Million neue Einwanderer nach Spanien. Viele von ihnen habe keinerlei Chance eine Aufenthalt- oder Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Sonntag, 7. September 2008

USA '08: Kriegsalltag


Gesehen im Bundesstaat Montana, unweit des Glacier Parks in einem Blackfeet-Reservat.

Samstag, 6. September 2008

USA '08: Klimawandel


Im Glacier Park in Montana/ USA sind die Auswirkungen des Klimawandels erschreckend.Von 150 Gletschern sind nur noch 25 übrig. Und diese sind kaum noch als Gletscher zu bezeichnen. Der Gletscher auf dem Foto ist längst ein Eissee, in dem Reste des ehemaligen Gletschers schwimmen. So betroffen war ich noch nie nach einer langen Wanderung.

Freitag, 5. September 2008

USA '08: ¡Sí, se puede!

Linda Zamora

«Der 4. November ist ein wichtiges Datum», erklärt Linda Zamora. Nicht bloss, weil die US Wähler dann entscheiden, ob Barack Obama ins Weisse Haus einzieht. An diesem Tag hat sie ihre eigenen Wahlen: Frau Zamora, 40, Demokratin mexikanischer Abstammung, will in den Schulrat von Anaheim im Orange County bei Los Angeles. Für ihren Wahlkampf spricht sie schon fast wie ihr grosses Vorbild Obama: «Change», Veränderung, müsse her. Und zwar eine Veränderung für ihre Volksgruppe, die Hispanos.

Jeder siebte US-Bürger ist lateinamerikanischer Abstammung. Die Hispanos sind mittlerweile die grösste Minderheit noch vor den Afroamerikanern. Laut Demoskopen werden sie 2050 dank ihren hohen Geburtenraten und der Zuwanderung ein Viertel der US-Bevölkerung stellen. Selbst wenn dann, wie heute, nur 40 Prozent von ihnen wahlberechtigt sein sollten, werden sie die US Politik nachhaltig beeinflussen. Doch das geht nicht ohne Kampf um politische Anerkennung, und die beginnt bereits in der Schule. «Die Gemeinschaft der Hispanos wird in den Schulgremien völlig ausgegrenzt», erklärt Schulrat- Kandidatin Zamora. «Bisher sitzen nur Weisse und Asiaten in der Schulaufsicht, und das, ob wohl wir 45 Prozent der Schüler im Distrikt stellen. Die Hispano Kinder haben die schlechtesten Noten, die höchste Schulabbrecherquote und damit die schlechtesten Zukunftschancen.» Deshalb, so Zamora, brauchten sie dringend einen Repräsentanten wie sie.

«Am Wochenende veranstalte ich eine Grillparty, um Geld für Linda Zamoras Wahlkampf zu sammeln», sagt Benny Díaz. Der 51-jährige Wirtschaftsprüfer kam 1980 aus Peru und ist heute Lokalpräsident der wichtigsten Hispano- Vereinigung «League of United Latin American Citizens» (Lulac). «Wir brauchen dringend mehr Hispanos auf allen Ebenen », meint er und spricht dabei vor allem von der Demokratischen Partei in Orange County, zu der er gehört. Für Demokraten wie Republikaner werden die Hispanos politisch immer wichtiger.

Ob Kalifornien, Nevada, Texas oder New Mexico, bei den demokratischen Vorwahlen in den USA waren die Hispanos jeweils das Zünglein an der Waage. Das wird am 4. November bei den Präsidentschaftswahlen nicht anders sein, denn die Einwanderer aus Lateinamerika sind wesentlich weniger als die restlichen US-Amerikaner auf eine Partei fest gelegt. Wie man diese entscheidenden «Swing-Wähler» holt, zeigten die Republikaner in den vergangenen Jahren.

1996 erzielten sie noch 21 Prozent der abgegebenen Hispano-Stimmen. 2000 waren es schon 35 Prozent. Analysen belegen, dass George W. Bush bei den Wahlen 2004 seine zweite Amtszeit gar den Hispanos zu verdanken hat. Dank seinen konservativen Ansichten über Familie und Religion und mit dem Versprechen, die Immigrationspolitik zu lockern, erreichte er 40 Prozent, doppelt so viel wie 1996. Jetzt, wo die Popularität von George W. Bush im Keller ist, hoffen die Demokraten, die Hispanos für Obama zurückzugewinnen. Die Umfragen sprechen dafür.

Orange County mit seinen drei Millionen Einwohnern ist Teil des 20-Millionen-Molochs rund um Los Angeles. Die Region hat einen der höchsten Hispano-Anteile in den USA. Wer das Radio einschaltet, hört mehr Spanisch als Englisch. Doch das County, einst die Hochburg des Ku-Klux-Klans am Pazifik, ist auch eine zweigeteilte Gesellschaft.
«Alle einfachen Jobs sind mit Hispanos besetzt, dafür sind fast alle wichtigen Ämter in den Händen der Weissen und damit der Republikaner», erklärt Díaz. Er spricht von Rassismus und Ausgrenzung, muss aber gleichzeitig eingestehen, dass die Hispanos zum Teil selbst daran schuld sind. «Unsere Wahlbeteiligung ist extrem niedrig», gibt er zu. Die Hispanos müssten endlich lernen, sich zu integrieren, «denn trotz allem sind die USA das Land der grossen Möglichkeiten», erklärt Díaz und führt seine ganz persönliche Erfolgsgeschichte als Beispiel an. Er kam 1980 aus Peru in die USA und arbeitete und studierte sich vom Tellerwäscher zum Wirtschaftsprüfer in einer Regierungsbehörde hoch.

«Entweder die Hispanos gestalten die USA mit, oder die USA werden an den Hispanos zerbrechen », mahnt Michele Martínez. Die 29-jährige US-Bürgerin in vierter Generation sitzt für die Demokraten im Gemeinderat von Santa Ana, der Hauptstadt von Orange County mit 350000 Einwohnern. Am 4. November tritt sie bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt an. Der Hispano-Anteil liegt hier bei 86 Prozent.



Als Obama-Anhängerin der ersten Stunde will sie so viele Hispano-Wähler wie möglich für sich und Obama gewinnen. Ihr Wahlspruch: «¡Sí, se puede!» Das ist die spanische Variante von Obamas Motto «Yes we can». Gleichzeitig ist es eine Anleihe aus der Hispano-Bewegung, die für eine Legalisierung der Einwanderer ohne Papiere eintritt. Bisher hatte die Bewegung wenig Erfolg. Razzien gegen die 12 bis 13 Millionen Einwanderer ohne Papiere – 400 000 alleine in Orange County – sind nach wie vor an der Tagesordnung.

Martínez hofft, dass die Demokraten von der Verärgerung über die harte Einwanderungspolitik und die verfehlte Wirtschaftspolitik profitieren werden. Sie hat allerdings eine Sorge. «Viele His panos haben rassistische Vorur teile gegenüber dem schwarzen Senator.» Doch am Ende werde es für die Demokraten reichen. «Denn der Wunsch nach einer grundsätzlich anderen Politik ist so gross wie nie zuvor.»

Donnerstag, 4. September 2008

USA '08: DNC in Denver (2)





Mittwoch, 3. September 2008

Licht ins Dunkel der Diktatur

Symbol der Diktatur: Valle de los Caidos bei Madrid

Nachdem sich der Madrider Richter Baltasar Garzón mit dem Fall des chilenischen Diktators August Pinochet einen internationalen Namen gemacht hat, traut er sich jetzt an die spanische Geschichte heran. Der Starermittler am obersten, spanischen Strafgerichtshof, der Audiencia Nacional, gab am Montag bekannt, die Fälle der während des spanischen Bürgerkrieges (1936-1939) und in den Nachkriegsjahren Verschwunden untersuchen zu wollen.

Als erster Schritt verlangt Garzón Einblick in Kirchen- und Kommunalarchive, um die überall in Spanien bestehenden Massengräber, in denen standesrechtlich erschossene Linke und Gewerkschafter von den Truppen des Putschistengenerals Francisco Franco verscharrt wurden, ausfindig zu machen. Garzón fordert besonders das Justiz- und das Kulturministerium, sowie die Bischofskonferenz und die Rathäuser von Granada, Cordoba, Sevilla und Madrid auf, ihm umgehend alle Informationen zur Verfügung zu stellen.

In den Jahren des Bürgerkrieges fielen Zehntausende derer, die die verfassungsmäßige Ordnung verteidigten, den Säuberungen der Faschisten zum Opfer. In einem ersten Schritt will Garzón überprüfen, ob es überhaupt Material genug gibt, um eine förmliches Verfahren zu eröffnen. 13 Organisationen, die sich seit Jahren mit der Suche nach Verschwunden beschäftigen, hatten bei Gericht einen entsprechenden Antrag gestellt. Nach deren Angaben beläuft sich die Zahl der Verschwundenen auf mindestens 90.000 Menschen. Manche Geschichtswissenschaftler sprechen gar von 180.000. Es ist das erste Mal seit dem Tod des Diktators Franco 1975, das eine solch breite Ermittlung aufgenommen wird.

Der Vorsitzende der Vereinigung zur Wiedererlangung der historischen Erinnerung (ARMH), Emilio Silva, begrüßt diese "historische Entscheidung". Silva ist einer der Pioniere in Sachen Verschwundene. 2000 machte er sich auf die Suche nach dem Massengrab, in dem sein Großvater begraben lag. Dies löste eine Welle ähnlicher Suchaktionen überall im Lande aus. Seine ARMH erreichte, dass im vergangenen Jahr ein Gesetz zum Historischen Gedenken verabschiedet wurde. Garzón beruft sich auf dieses Werk. "Jetzt kommt endlich ein Richter und sagt der Regierung, dass sie alle Informationen herausgeben muss. Es ist wie ein Traum", freut sich Silva.

Es wurden allerdings auch kritische Stimmen laut. Die Staatsanwaltschaft erklärte bereits vor einigen Monaten, dass die Verbrechen aus der Zeit des Krieges und der Diktatur unter die 1977, zwei Jahre nach dem Tod Francos, erlassenen Amnestie fallen. Dort werden ausdrücklich "alle Handlungen mit politischem Hintergrund" erwähnt, die vor dem 15. Dezember 1976 verübt wurden, "egal welche Folgen sie hatten".

Dienstag, 2. September 2008

USA '08: DNC in Denver (1)





Montag, 1. September 2008

USA '08

Huntington Beach bei Los Angeles.


Der Endspurt beginnt. In 65 Tagen wählt die USA einen neuen Präsidenten. Noch nie war das Land so gespalten wie heute, nach acht Jahren Bush-Administration. Während die einen dem Wechsel mit Barack Obama entgegenfiebern, versuchen die anderen die neokonservative Bush-Politik mit John McCain zu verteidigen. Anläßlich der Wahlen werde ich in unregelmäßigen Abständen Eindrücke aus einem vielschichtigen und widersprüchlichen Land einstellen.