Mittwoch, 30. April 2008

Madrid, Madrid, Madrid ... (10)

Mehr aus den "50ern".


Dienstag, 29. April 2008

Madrid, Madrid, Madrid ... (9)

Auch in den 50er Jahren gab es schon sehr gute Kameras und Objektive. Mit so einem alten Spielzeug durch die Stadt zu ziehen macht Spass.



Montag, 28. April 2008

Straßenkünstler (14)

Sonntag, 27. April 2008

El Rocio in Madrid

Gestern war es mal wieder soweit. Die Madrider Bruderschaft der Virgen del Rocio zog gen Andalusien, um dort an der größten Wahlfahrt Europas teilzunehmen. Das Ziel ist die Kriche im 800 Seelendorf El Rocio im Doñana-Nationalpark zwischen Sevilla und Huelva. Am Pfingstmontag strömen dann Hundertausende zum Jungfrauenbild. Ein paar beherzte, junge Männer steigen über das Abspeergitter und holen die Virgen del Rocio auf ihren Schultern vom Altar und aus der Kirche. Sie ziehen mit ihr durch den Ort.







Samstag, 26. April 2008

Unser Nachbar, Afrika.

Die Meerenge von Gibralter: Nur 14 Kilometer trennen uns vom Schwarzen Kontinent.

Freitag, 25. April 2008

Sierra de Guadarrama (5)

La Machota Baja (1404m).

Donnerstag, 24. April 2008

Sonnenenergie

Mittwoch, 23. April 2008

Geplatzt


Seseña, ein 12.000 Seelendorf 40 Auto-Minuten vor den Toren Madrids, galt bis vor kurzem als Symbol für den spanischen Spekulationsboom mit Immobilien schlechthin. 13.500 zusätzliche Wohnungen für 50.000 Menschen sollten hier auf der grünen Wiese errichtet werden. Lokalpolitiker wurden bestochen, andere bedroht. Jetzt wo die Spaniens Spekulationsblase platzt und der Bausektor in die Krise gerät ist Seseña wieder das Symbol. Die 5.000 fertig gestellten Neubauten drohen zu einer weithin sichtbaren Bauruine zu verkommen.

Nur 750 Einwohner zählt das örtliche Register in dieser Makrosiedlung an der Autobahn in Spaniens Hauptstadt. Denn viele der Wohnungen wurden gekauft um damit zu spekulieren oder um sie zu vermieten. Jetzt will sie keiner mehr. Und wer hier hergezogen ist will weg. "Zu verkaufen" steht überall angeschrieben. So auch am Balkon von José's Wohnung. Er hatte daran gedacht die Wohnung zu vermieten und so den Kredit abzuzahlen. Doch es fand sich niemand. Monatelang hatte er Anzeigen in verschiedenen Zeitungen aufgegeben. Vergebens. Letztendliche verzichtete er auf den Kauf und verlor die Anzahlung in Höhe von mehreren Tausend Euro. Wie hoch sie genau war, darüber schweigt er sich am Telefon aus. Zu groß ist die Scham.

Andere trifft es noch schlimmer. So etwa Blas Vicente aus Ripollet in der Nähe von Barcelona. Sein Fall ging in der vergangenen Woche durch die Presse. Nach dem die fünfköpfige Familie seit fast einem Jahr brav den Kredit abbezahlt, ist sie jetzt in Geldnöte geraten. "Ich verschenke meine Wohnung mit allem was ich bereits bezahlt habe", inseriert Blas Vicente. Der neue Besitzer müsste nur den Rest der Hypothek abbezahlen. Doch niemand beißt an. Denn die Wohnungspreise in Ripollet sind dank der Krise in nur einem Jahr um fast 30 Prozent gefallen. Die Wohnung der Familie ist im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr wert.

Nicht nur Privatverkäufer, auch die Großen der Immobilienbranchen haben Probleme ihre Wohnungen zu verkaufen. Auf der gerade zu Ende gegangenen Immobilienfachmesse in Madrid, der größten Spaniens, gab es allerlei Lockangebote. "Ein Jahr ohne Raten", "ein Einkaufsgutschein für Möbel im Wert von 12.000 Euro" oder "ein Kleinwagen mit ihrer Wohnung" lauteten nur einige davon.

Der Grund ist einfach. Nirgendwo in Europa hat der Bausektor im letzten Jahrzehnt so geboomt wie in Spanien. Die Wohnungspreise stiegen bis zu 500 Prozent. Wer sich überhaupt noch eigenen vier Wände leisten kann, ist restlos überschuldet. Der Zyklus geriet so an sein Ende. Im ersten Quartal 2008 wurden 28 Prozent weniger Wohnung verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, die Preise fallen. Der Bausektor, der in den letzten zehn Jahren der Motor des außerordentlich hohen Wirtschaftswachstum in Spanien war, gerät in die Krise. Der Verkauf von Baumaterialien ging in nur einem Jahr um 15 Prozent zurück. Die Arbeitslosigkeit steigt rassant. Ein Teufelskreis zeichnet sich ab.

Die Geldinstitute bekommen es mit der Angst zu tun. Miguel Blesa spricht offen aus, was andere verschweigen: "Der Anteil der Backsteine an den Bilanzen macht Angst", erklärt der Präsident der größten spanischen Sparkasse, Caja Madrid.

Anders als in Österreich, Deutschland oder der Schweiz sind nur wenige spanische Investmentfonds in das dubiose Geschäft mit US-Hypotheken verwickelt. Dennoch drohen jetzt Milliardenverluste dank der hausgemachten Krise. Zwar gibt es in Spanien keine Risikohypotheken wie in den USA, doch war die Politik der Banken bei der Kreditvergabe alles andere als rigoros. Viele Geldinstitute finanzieren Wohnungen ohne Anzahlung. Eine Bescheinigung über Schwarzeinkünfte wurde als Ergänzung zum Lohnzettel akzeptiert. Hatten die Hypotheken vor zehn Jahren noch eine Laufzeit von maximal 25 Jahren, sind es mittlerweile bis zu 50 Jahren.

Jetzt rächt sich diese Politik. Insgesamt stehen die Spanier bei den Banken mit einem Betrag in der Kreide, der dem BIP des Landes entspricht. 60 Prozent der Bankkredite entfallen auf Immobilien. Experten glauben, dass 20 Milliarden Euro an unsichere Kandidaten verliehen wurden. Bereits jetzt vermelden die Geldinstitute Zahlungsrückstände von insgesamt 6,1 Milliarden Euro. In den letzten zwölf Monaten ist die Zahl derer, die ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen, um 70 Prozet gestiegen. Noch betrifft dies nur ein Prozent der Kredite. Doch die Vorhersagen sprechen von bis zu fünf Prozent zum Jahresende. Die Rücklagen der Banken für solche Fälle wären dann in nur einem Jahr aufgebraucht.

Dienstag, 22. April 2008

Verblüffende Zahlen (6): La Cerveza


Die SpanierInnen schwächeln. Im vergangenen Jahr haben sie nur 56 Liter Bier pro Kopf getrunken. 2006 waren es noch fünf Prozent mehr. Damit konsumieren die SpanierInnen nur halb so viel Gerstensaft wie die Deutschen. Und die Weltmeister in Tschechien haben gar drei Mal so viel Durst. Doch selbst die 56 Liter sind noch großzügig berechnet. Denn rund 30 Prozent des spanischen Bierkonsums entfällt auf die Touristen. Nur in einem liegen die SpanierInnen ganz vorn. Niemand in Europa trinkt so viel alkoholfreies Bier wie sie. Abstinent sind sie dennoch nicht. Denn was den Deutschen ihr Feierabendbier ist vielen SpanierInnen der Cubata. So heißt hier ein Longtrink gemischt aus Cola oder Limo mit hartem Alkohol vom Whisky bis zum Gin. Wen wundert es da, dass in den meisten Bars auf Wunsch auch Aspirin zu haben sind?

Montag, 21. April 2008

Spaniens ältester Windpark

Tarifa an der Meerenge von Gibraltar.



Sonntag, 20. April 2008

Macho-Paradies in Gefahr

Es ist vorbei mit dem Macho-Paradies Spanien. So will es der in seinem Amt bestätigte Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero. Der Sozialist mahnte in seiner Antrittsrede vor einer Woche einmal mehr die Gleichstellung von Frauen und Männern an. Und um zu zeigen, dass er es ernst meint, hat sein neues Kabinett mehr Ministerinnen als Minister. Bisher war es bereits paritätisch besetzt.

Zapatero, der sich selbst gerne als "Feministen" bezeichnet, will es nicht bei Symbolen belassen. 2007 trat ein Gleichstellungsgesetz in Kraft. Das neue Gleichstellungsministerium soll jetzt über die Umsetzung wachen.

Das Gesetzt sieht vor, dass künftig, egal ob in Wirtschaft oder Politik, kein Geschlecht mit mehr als 60 Prozent vertreten sein darf. Was bei den Wahlen im März bereits für die Listen der Parteien galt, muss spätestens Ende 2014 auch in den Aufsichtsräten der spanischen Unternehmen umgesetzt werden. An geeignetem Personal fehlt es nicht. Mehr als die Hälfte der Studenten an Spaniens Hochschulen sind Frauen. Und in allen Fächern schneiden die weiblichen Absolventen wesentlich besser ab, als ihre männlichen Kommilitonen. Dennoch finden sie schwerer einen Arbeitsplatz. Je größer die Verantwortung, desto weniger Frauen werden eingestellt.

Als das Gleichstellungsgesetz Anfang 2007 verabschiedet wurde, waren bei den 35 größten spanischen Unternehmen gerade einmal drei Prozent der Aufsichtsräte Frauen. Mittlerweile sind es bereits sechs Prozent. Denn so manches Unternehmen bereitet sich auf die neuen Zeiten vor, indem es mit den Gewerkschaften Gleichstellungspläne ausgearbeitet hat. Darunter so namhafte Firmen wie IBM, Nestlé, Banco Santander oder La Caixa. In Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten wird ein solcher Plan bald schon Pflicht.

"Die Gleichstellung der Frau in der Regierung ist ein sehr wichtiges Zeichen, das die Bevölkerung sensibilisiert hat", lobt die stellvertretende Vorsitzenden der Fundación Mujeres (Stiftung Frauen), Marisa Soleto, Zapateros Politik. Die Ministerinnen sind für Soleto der sichtbare Beweis dafür, dass sich "die Rolle der Frau in Spanien so schnell geändert hat wie sonst nirgendwo".

1975, als Diktator Franco starb, waren die Frauen unmündig. Ohne die Einwilligung ihres Ehemann konnte sie keine Bankgeschäfte tätigen. Nur wenige Frauen arbeiteten außer Haus. Und Scheidung gab es nicht. Heute sind die Spanierinnen aus der Arbeitswelt und den Universitäten nicht mehr wegzudenken.

Doch die Bilanz ist nicht nur positiv. Denn in den letzten Jahren beschäftigt Spanien ein Problem, das mit den neuen Zeiten nicht zusammenpassen will: Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. 2007 wurden 101 Frauen von ihren aktuellen oder ehemaligen Lebensgefährten ermordet. In diesem Jahr sind es bereits 40.

Samstag, 19. April 2008

Straßenkünstler (13)

Freitag, 18. April 2008

Sierra de Guadarrama (4)

Blick vom Cancho Gordo (1563m).

Donnerstag, 17. April 2008

Ankunft im Glück?

Mittwoch, 16. April 2008

Eine andere Welt

Das Denkmal für die Opfer der Anschläge vom 11. März 2004 in Madrid/ Bahnhof Atocha.

Dienstag, 15. April 2008

Metro de Madrid: Atocha

Montag, 14. April 2008

Zapateros neue Kleider


Spaniens alter und neuer Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero wurde nicht müde die Schlagzeilen gleich selbst mitzuliefern, als er sein neues Kabinett vorstellte. "Mehr Frauen als Männer" – "Erstmals ein Gleichberechtigungsministerium" - "Eine Frau als Verteidigungsministerin" ... "und sie wird bald schon in Mutterschaftsurlaub gehen", wiederholte Zapatero gleich mehrmals live im Fernsehen, nachdem er am Samstag vor König Juan Carlos I. seinen Amtseid geschworen hatte. Viele der MinisterInnen wussten von ihrer Ernennung seit mehreren Wochen, doch bis Freitagabend sickerte nichts an die Presse durch. Die Überraschung war gelungen.

Am Längsten wusste Carme Chacón von ihrem neuen Job im Verteidigungsministerium. Die 37-jährige, bisherige Wohnungsministerin, die im Frühsommer eine Kind erwartet, wurde damit für ihr gutes Abschneiden als Nummer 1 in Katalonien bei den Wahlen am 9. März belohnt. Im Verteidigungsministerium wird die Frau aus Barcelona jetzt vor der Aufgabe stehen, zu entscheiden, wie Spanien sich künftig bei internationalen Missionen verhält. Immer mehr Stimmen verlangen einen Abzug der Soldaten aus Afghanistan. Ob die gerne als Öko-Pazifistin bezeichnete Chacón dem nachgibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Einen wichtigen Wechsel gibt es auch im Industrieministerium. Dort zieht mit dem Wirtschaftswissenschaftler Miguel Sebastián ein enger Vertrauter Zapateros ein. Zusammen mit dem neu gegründeten Innovationsministerium unter der baskischen Biomedizinerin Cristina Garmendia soll der Neoliberale den industriellen Wandel Spaniens "weg von der Bauindustrie" leiten. Dem Innovationsministerium untersteht die Forschung und die Hochschulbildung.

Doch im Großen und Ganzen setzt Zapatero auf Kontinuität: Seine starke rechte Hand bleibt weiterhin Vizepräsidenten María Teresa de la Vega, Pedro Solbes ist weiterhin zweiter Vizepräsident und Finanzminister. Miguel Angel Moratinos steht auch künftig dem Außenminister vor, Alfredo Pérez Rubalcaba bleibt im Innenministerium. Auch das Ministerium für Öffentliche Arbeiten und Justiz wird nicht umbesetzt, und das obwohl nach den Pannen beim Bau der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Madrid-Barcelona und nach mehreren Justizskandalen der Ruf danach unüberhörbar war.

Kaum bekannt gegeben ruft die neue Regierungszusammensetzung Proteste auf den Plan. Denn Zapatero hat das Umweltministerium aufgelöst und es mit Landwirtschaft und Fischfang zusammengelegt, um "die Ressourcen zu verwalten" und die "Folgen des Klimawandels zu bekämpfen". Chefin des neuen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Meer wird die bisherige Landwirtschaftsministerin Elena Espinosa. Dass ausgerechnet die Landwirtschaft mit ihren illegalen Brunnen nicht unerheblich an der Verwüstung ganzer Landstriche schuld ist, scheint die Entscheidung nicht beeinflusst zu haben. Die bisherige Umweltministerin, Cristina Narbona, die unter anderem die Wasserverschwendung in der Landwirtschaft immer wieder beklagte, gehört der neuen Regierung nicht mehr an. "Ausgerechnet jetzt, wo der Umweltschutz in einer katastrophalen Lage ist und oberste Priorität haben sollte ... das ist ein schwerer Fehler", erklärt Greenpeace-Direktor Juan López Uralde enttäuscht. Unter Narbona waren die spanischen Umweltorganisationen erstmals eng an das Ministerium angebunden.

Das Bildungsministerium ereilte ein ähnliches Schicksal. Es wurde mit dem Sozialministerium zusammengelegt. "Wir haben ein schweres Qualitätsproblem in der Schulbildung, da braucht es eigentlich ein starkes Bildungsministerium", beschwert sich der Sprecher der Gewerkschaft CCOO, Fernando Lezcano.

Sonntag, 13. April 2008

Bouteflika auf immer und ewig

Algeriens herrschende Klasse möchte sicherstellen, dass sie weiterhin das Amt an der Staatsspitze besetzen kann. Seit Monaten verlangen Politiker der in der Regierung vertretenen Parteien und die ihnen nahe stehende Organisationen im staatlichen Radio und Fernsehen immer wieder eine Verfassungsreform, mit dem Ziel einer dritten Amtszeit für Präsident Abdelaziz Bouteflika. Der 71-Jährige sei der Einzige, der den wirtschaftlichen Aufschwung weiter vorantreiben und die Aussöhnung nach dem blutigen Bürgerkrieg der Neunzigerjahre garantieren könne, sagen die Politiker. Im April 2009 läuft die zweite und laut der seit 1996 gültigen Verfassung die letzte Amtszeit Bouteflikas ab.

Regierungschef Abdelaziz Belkhadem von der islamisch-konservativen Mehrheit der ehemaligen Einheitspartei FLN ist der wichtigste Verfechter der Idee einer dritten Amtszeit für seinen Ziehvater Bouteflika. Mit der Verfassungsreform soll neu auch das Amt eines Vizepräsidenten eingeführt werden. Belkhadem wäre dafür sicher der aussichtsreichste Anwärter.

«Mit einer solchen Verfassungsänderung kehren wir zurück zum Präsidenten auf Lebenszeit», sagen Intellektuelle und oppositionelle Politiker aus dem ganzen Land. Sie haben sich nun zur Plattform «Die Verfassung respektieren» zusammengeschlossen. Die Debatte um eine mögliche Wiederwahl lenke von den eigentlichen Problemen ab, sagen die Vertreter der Gruppe.

«Algerien ist zurzeit das Land der illegalen Emigration nach Europa, der steigenden Lebenshaltungskosten, der Arbeitslosigkeit und der Selbstmordattentäter», schreibt die Gruppe in einem Appell, den mittlerweile über 400 Personen unterzeichnet haben.

Seit seinem Amtsantritt 1999 hat Bouteflika das Land nach Jahren des bewaffneten Konflikts zwischen Islamisten und Staatsmacht zwar aus der internationalen Isolation geführt und durch eine höchst umstrittene Generalamnestie für ehemalige Terroristen und Angehörige der Sicherheitskräfte die Sicherheitslage relativ beruhigt. Doch das Land wird nach wie vor regelmässig von Terroranschlägen erschüttert. Die nach dem Aussöhnungsprozess im Untergrund verbliebenen bewaffneten Salafistengruppen haben in jüngster Zeit unter dem Namen «Al-Kaida im Maghreb» mehrmals die Verantwortung für blutige Anschläge übernommen.

Die Forderung nach einer dritten fünfjährigen Amtszeit führe zu «grotesken Szenen, die einen an Szenen in den Romanen von Gabriel Garcia Marquez erinnern», schrieb «El Watan», die wichtigste Zeitung des Landes. So wird beispielsweise einmal mehr der einstigen Kolonialmacht Frankreich die Schuld an den Problemen im Land zugeschoben: Bei der Amtszeitbeschränkung auf zwei mal fünf Jahre handle es sich um «eine Diktat des Imperialismus», sagte Parlamentspräsident Abdelaziz Ziari kürzlich. Dass die aktuelle Verfassung 1996 – über 30 Jahre nach der Unabhängigkeit – geschrieben wurde, verschwieg er dabei geflissentlich.

Bouteflika selbst hält sich bedeckt. Er wolle seine aktuelle Amtszeit erfolgreich zu Ende bringen, sagte er kürzlich in einem Interview. Gleichzeitig lobte er die Kampagne für eine neue Verfassung: «Dass sich Verbände und Parteien schon jetzt um die kommenden Wahlen kümmern, ist für mich ein Zeichen für das Interesse am politischen Leben der Bevölkerung und der politischen Klasse. Das ist der Beweis für eine politische Reife, die mich sehr freut.» Gesundheitlich sei er – nach einer grossen Operation, der er sich vor zwei Jahren in Frankreich unterzogen hat – wieder ganz auf der Höhe, sagt er.

Samstag, 12. April 2008

Sierra de Guadarrama (3)

Las Dos Hermanas (2285m) ...damals als es noch schneite.

Freitag, 11. April 2008

Sierra de Guadarrama (2)

Der Bahnhof Cotos (1830 m).

Donnerstag, 10. April 2008

Sierra de Guadarrama (1)

El Mirador de los Poetas/ Cercedilla.

Mittwoch, 9. April 2008

Straßenkünstler (12)

Dienstag, 8. April 2008

AKW-Störfall verheimlicht


Die Betreiber des spanischen Atomkraftwerkes Ascó verheimlichten fünf Monate lang einer schweren Störfall, bei dem Radioaktivität in die Umwelt abgegeben wurde. Dies machte am Wochenende Greenpeace öffentlich. "Wir bekamen Hinweise aus dem Werk selbst", erklärt der Anti-AKW-Experte der Umweltschutzorganisation Carlos Bravo. Mindestens fünf Curie Strahlung gehe von dem aus dem AKW unweit der katalanischen Stadt Tarragona entwichenen Kobalt aus. Die Betreiberfirma, die den beiden großen spanischen Energieerzeuger Endesa und Iberdrola gehört, versucht den Vorfall herunter zu spielen. Die freigesetzte Strahlung belaufe sich auf 0,00001 Curie. "Das ist lächerlich", hält Bravo dagegen. Ein Gramm Kobalt strahlt mit 50 Curie. Die von Greenpeace beklagte Menge von fünf Curie entspricht damit einem Zehntel Gramm der hoch aktiven Substanz. "Doch was die Betreiber angeben wären eine so geringe Menge, dass sie kaum aufzufinden wäre", weiß der Greenpeace-Mann.

Die spanische Aufsichtsbehörde, der Rat für Nuklearenergie (CSN), schickte nach der Pressemitteilung von Greenpeace überstürzt ein Team vor Ort. An 150 Stellen des mehreren Quadratkilometer großen AKW-Geländes wurde mittlerweile Radioaktivität festgestellt. Aus dem Gelände sei das Kobalt jedoch nicht entwichen. Auch das bezweifelt Bravo. Die Substanz sei nicht nur auf den Boden des Geländes gelangt, sondern auch auf die Dächer der Einrichtung und an die Außenzäune. "Der Wind hat die Kontamination sicher kilometerweit verbreitet", beschwert sich der Greenpeace-Spezialist.

Mittlerweile geben die Betreiber zu, dass es beim Wechseln der Brennstäbe im November zu einem Zwischenfall gekommen sei. Die Luftfilter hätten damals 99,95 Prozent der "Verunreinigung" zurückgehalten. Nur wenig sei an die Außenseite der Filter gelangt. Der CSN sei rechtzeitig informiert worden.

Greenpeace wundert sich, warum die Messtrupps des CSN dann erst nach der Presseerklärung vom Wochenende angerückt sind. "Dafür gibt es nur zwei Erklärungen. Entweder sie haben den Vorfall wissentlich verheimlicht, oder sämtliche Kontrollmechanismen haben versagt." Beides bedeutete "ein kriminelles Vorgehen". Sollte der Vorfall wirklich das Ausmaß haben, von dem Greenpeace ausgeht, hätte das Technische Hilfswerk eingeschaltet und ein Voralarm ausgelöst werden müssen. Die Greenpeace-Anwälte prüften gestern, ob sie Anzeige erstatten.

Der Fall Ascó erinnert stark an einen anderen schweren Vorfall aus dem Jahre 2004. Damals lief das den selben Betreibern gehörende AKW Vandellos II weiter, obwohl Rohre des Systems zur Kühlung des Kerns schwere Korrosionsschäden aufwiesen. Erst nachdem Arbeiter Greenpeace alarmierten, wurde das AKW abgeschaltet.

Bislang schweigt sich das für die Atomenergie zuständige Industrieministerium aus. In der vergangenen Legislaturperiode hatten Umweltschützer zusammen mit mehreren kleineren Linksparteien einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der vorsah, AKW-Betreiber, die Vorfälle verheimlichen, mit einer Strafe zu belegen, die doppelt so hoch ist wie die im fraglichen Zeitraum erzielten Gewinne. Die sozialistische Regierungspartei PSOE von José Luis Rodríguez Zapatero und die konservative Partido Popular stimmten das Projekt nieder.

Montag, 7. April 2008

Metro de Madrid: Linea 10

Samstag, 5. April 2008

Madrid antik?

Nein, eine Ausstellung des polnischen Künstlers Igor Mitoraj auf dem Paseo del Prado.






Freitag, 4. April 2008

Metro de Madrid: Linea 5

Donnerstag, 3. April 2008

Straßenkünstler (11)

Mittwoch, 2. April 2008

Dunkle Wolken über Spanien

Miguel Blesa spricht offen aus, was andere verschweigen: "Der Anteil der Backsteine an den Bilanzen macht Angst", erklärt der Präsident der größten spanischen Sparkasse, Caja Madrid. Nirgendwo in Europa hat der Bausektor im letzten Jahrzehnt so geboomt wie in Spanien. Die Wohnungspreise stiegen bis zu 500 Prozent. Jetzt platzt die Blase. Im ersten Quartal wurden 28 Prozent weniger Wohnung verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, die Preise fallen. Die Arbeitslosigkeit steigt. Ein Teufelskreis zeichnet sich ab.

Zwar gibt es in Spanien keine Risikohypotheken wie in den USA, doch war die Politik der Banken bei der Kreditvergabe alles andere als rigoros. Viele Geldinstitute finanzieren Wohnungen ohne Anzahlung. Eine Bescheinigung über Schwarzeinkünfte wurde als Ergänzung zum Lohnzettel akzeptiert. Hatten die Hypotheken vor zehn Jahren noch eine Laufzeit von maximal 25 Jahren, sind es mittlerweile bis zu 50 Jahren.

Jetzt rächt sich diese Politik. Insgesamt stehen die Spanier bei den Banken mit einem Betrag in der Kreide, der dem BIP des Landes entspricht. 60 Prozent der Bankkredite entfallen auf Immobilien. Genau aus diesem Bereich melden die Geldinstitute Zahlungsrückstände von insgesamt 6,1 Milliarden Euro. Noch liegt die Zahlungsunfähigkeit bei nur einem Prozent. Doch die Vorhersagen sprechen von bis zu fünf Prozent zum Jahresende. Die Rücklagen der Banken für solche Fälle wären dann in nur einem Jahr aufgebraucht.

"Es wird lange Zeit dauern, bis die Investoren wieder Vertrauen in den spanischen Finanzsektor haben", ist sich Caja Madrid-Präsident Blesa sicher.

Dienstag, 1. April 2008

Straßenkünstler (10)